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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Mo, 09. Mär 2015, 18:29 
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In vielerlei Hinsicht sind die ersten drei Teile lange nicht so gut geworden, wie man sich das erhofft hat. Ich liebe allerdings den dritten Teil. (Natürlich liebe ich auch die ursprüngliche Trilogie, da ich schon als Bub sie sehen konnte und sie mich in meinem Hobby geprägt haben). :D

Natürlich verstehe ich auch die vielen Argumente von Zentraldenker, Darth Spiriah, WedgeAntilles (übrigens mein Lieblingscharakter im Film), Tempest usw... Doch ihr verfallt immer in eine Art Trance, wenn jemand im Forum einen neuen Gedanken diskutieren möchte. Natürlich hat George Lucas diese drei Episoden nicht mit Glanz gefüllt und natürlich sind dort ein Haufen Fehler enthalten. Einige Themen völlig deletantisch umgesetzt worden. (Vielleicht hat er deshalb verkauft). :wink: :lol:

Doch das Thema Padmé ist doch auch mal ohne diesen Aspekt diskutierwürdig, ohne immer wieder dazu über zu gehen George Lucas zu erklären, wie dumm er es umgesetzt hat. Würde ich jetzt fragen, ob ihr es genauso seht, das sich Jar Jar Bings im Laufe der drei Teile gesteigert hat und im dritten Teil intelligenter wirkt, geht das von vorne los. :eyesrolling:

Im Grunde geht es darum, ob Darth Sidious direkten Einfluss auf den Tod von Padmé genommen hat? Dies ist die Eingangsfrage des Forenmitglieds Saeese Tiin. Und nicht, ob George Lucas zum 100ten Mal die Episoden I bis III versaut hat... :roll: Leider hat er als Threaderöffner nicht ein einziges Mal auf all unsere Diskussionsbeiträge geantwortet... Vielleicht ist das untergegangen... Woran es liegt, kann ich nicht ergründen...

Das wollte ich bei aller Diskussion nur kurz los werden... Danke

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Mo, 09. Mär 2015, 18:59 
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Man kann so eine Frage kaum diskutieren, ohne dabei bei der Story an sich zu landen. Denn das Ganze ist ja nun mal nicht irgendwo tatsächlich passiert, sondern dem Hirn des Autors entsprungen. Ergo muss man das im Zusammenhang sehen und kann das nicht einfach isoliert ansehen. Aber um der Ausgangsfrage gerecht zu werden:

Dass Sidious nix damit zu tun hatte, halte ich für offensichtlich. Der wusste ja bis zu dem Zeitpunkt nichts von der Aktion auf Mustafar, bis er nach der Bemerkung Yodas gespürt hat, dass Vader in Schwierigkeiten steckt. Da war die Würgeszene mit Padme lange vorbei (wenn man die als Ausgangspunkt für ihren Tod nimmt).

Dass er dann wiederum für ihren Tod auf dem Asteroiden verantwortlich sein soll (wo er von ihrer "Verletzung" bzw Krise aber gar nichts wissen konnte), jedoch gleichzeitig nichts von den geborenen Zwillingen gemerkt hat, halte ich für unsinnig. Vom Tod Padmés hat er natürlich im Rahmen seiner offiziellen Funktionen schnell erfahren, da ja auch im Interesse der Gegenseite lag, möglichst schnell zu verbreiten (und durch das Begräbnis zu beweisen), dass sie mitsamt der Bälger gestorben war.

Sidious hat natürlich sehr davon profitiert, weil es ihm Vader letztlich völlig ausgeliefert hat und er nicht mehr länger nur halbherzig seinem Meister hinterhertrotten würde. Nach dem Verlust seiner Körperlichkeit UND seiner Angebeteten blieb ihm nichts mehr als der Dienst am Imperator. Ich glaube aber dennoch nicht, dass Palpatine ursächlich an ihrem Ableben beteiligt war. Das geht mir schon wieder zu sehr in Richtung Allmachtsfantasien des großen Strippenziehers.

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Mo, 09. Mär 2015, 20:35 
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@Zentraldenker: Aber Sidious bemerkt und wusste, dass Anakin ihn ausspionieren sollte. Sidious wusste in meinen Augen in der gesamten Trilogie sehr viel. Menschenkenner? Er ist ein Jedi (Sith).

In meinen Augen hat er direkten Einfluss auf den Tod Padmés genommen, da er Anakin manipulierte. Der Tod war ihm nur Recht. Es war an einigen Stellen schon recht merkwürdig dargestellt, da muss ich mal zustimmen. Sidious wusste auch nichts von dem Traum Anakins (Padmé zu verlieren) und doch hat er in den Filmen Anakin in diese Position gelenkt. Tode wieder auferstehen lassen. Fragwürdig, dass keiner was merkte, allen voran Obi-Wan, aber nun denn...

Sogesehen, finde ich, hat auch Obi-Wan Einfluss genommen, da er Padmé erklärt hat, das Anakin nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Das er Dinge getan hat, die Padmé tief bestürzten. Die Würgeszene ist nur der Rest, den sie bekommen hat. Alles in diesem Zusammenhang nur meine Sichtweise. Deine kann ich verstehen, sie stellt Sidious in ein helles Licht. Da alle Anderen drumherum dumm sind, zumindest liest es sich so. Wäre Sidious nicht gewesen...

Zitat:
Man kann so eine Frage kaum diskutieren, ohne dabei bei der Story an sich zu landen. Denn das Ganze ist ja nun mal nicht irgendwo tatsächlich passiert, sondern dem Hirn des Autors entsprungen. Ergo muss man das im Zusammenhang sehen und kann das nicht einfach isoliert ansehen.

Dies habt ihr aber in diesem Thread nicht gemacht. Ihr habt Lucas zerpflügt und die Trilogie als Unsinn deklariert. Nein, nicht als Unsinn, als deletanisch ausgeführt beschrieben. Padmé als dumme Nuss bezeichnet und diese Argumente haben mit der ursächlichen Frage nichts am Hut. Das sind einige Beispiele. Ich schreib es nur, da ich mich mittlerweile schwer tue etwas zu erfragen und dabei nicht die passenden Worte zu finden. Und, da ich nicht so lange hier dabei bin, wie ihr, so meinen Horizont zu erweitern, da ich weiß, wie eine solche Diskussion immer wieder am Ende ausschaut. Das ist bei den Rebels so, wie bei The Clone Wars, Droids, Ewoks usw...

Aber nun gut, danke für die Sichtweise. Mich hat es interessiert welche Argumente dafür oder dagegen sprechen und dies ging aus deinem Post nun tatsächlich einmal hervor...

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Mo, 09. Mär 2015, 21:21 
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Es ging generell um Padmés gebrochenes Herz und das führt dann eben zu der weitgreifenden Diskussion. Genau genommen hat der Threadersteller auch gar nichts gefragt, sondern die Maßgaben aus dem zur Debatte stehenden Video zur Diskussion gestellt. Da war die Frage um Sidious' Beteiligung eigentlich nur ein Randaspekt - nebenbei, es steht ja jedem frei, sich zu beteiligen (wie Du es jetzt getan hast) und die Diskussion auf neue Aspekte zu lenken (bzw. auf solche, die Dir bislang zu kurz kamen). Es ging vielen hier wohl generell darum, dass die gesamte Story um Padmés Ableben einfach nicht glaubhaft ist, egal in welchem Setting. Ansonsten muss das eben schon in der Frage genauer formuliert werden, um das Topic enger zu fassen. Nebenbei sind die Mods ja auch noch da und greifen bei Off-Topic schnell genug ein. Das Problem hier im Forum ist oft, dass Fragen gestellt werden, auf die niemand die Antwort (oder zumindest keine unbequemen Antworten) hören möchte. Das ist dann aber das Risiko des Fragestellers. Das Thema Padmés Ableben zu diskutieren, ohne auf das fragwürdige Storykonzept einzugehen ist meiner Ansicht nach kaum möglich, eben weil es so inkonsequent umgesetzt wurde. Also bleibt dann nur, entweder eine hanebüchene In-Universe-Erklärung zu finden (kann man machen, ist aber meistens ziemlich flach) oder das Ganze im Gesamtzusammenhang zu betrachten. Und darauf sind wir sehr wohl eingegangen. Nebenbei muss man nun auch nicht auf jeden Senf eingehen, den irgendwer in einer abstrusen Theorie im Internet gepostet hat (damit meine ich ausdrücklich NICHT den Threadersteller, sondern die Theorie, auf die er sich bezog und die er zur Diskussion stellte).

Dass Padmes Tod Sidious nützt und auch gewollt ist, ist schon lange klar. Immerhin hat er mehrfach versucht (Episode 2), ihr den Stecker zu ziehen. Die Verbindung zu Anakin ist für ihn quasi das Sahnestück. Schafft er es, sie als Rivalin im Senat zu beseitigen, nützt ihm das politisch. Schafft er es, Anakin dadurch in den Abgrund zu schubsen, nützt ihm das generell. Er wäre vielleicht früher oder später zum Ergebnis gekommen, dass Padmé grundsätzlich von der Bildfläche zu verschwinden hat, weil Anakin ansonsten weiterhin geglaubt hätte, Sidious nur vorübergehend dienen zu müssen, solange es ihm (Anakin) was bringt. Man muss da eben unterscheiden zwischen dem, was Sidious wusste und manipulieren konnte und dem, was ihm in die Karten gespielt hat und was wünschenswert aus seiner Sicht war. Gerade deswegen wäre es ja auch schlauer gewesen, die Story so zu schreiben, dass Anakin tatsächlich zu ihrem Tod beigetragen hat (hat er beim "Herzbrechen" ja ohnehin auch, nur wäre das mit dem Würgen plausibler gewesen). Oder eben (wie das in der OT angedeutet wurde), dass Padmé im Exil vor Vader versteckt wurde und dort dann (warum auch immer, von mir aus auch an gebrochenem Herzen, getrennt von ihren Kindern) gestorben ist. Wäre dann auch mit Leias Erinnerungen konform gewesen - hätte aber halt nicht mehr in Episode III gepasst mit dem Zeitrahmen. Zumal hier ein anderer Fehler gemacht wurde. Laut OT (beziehe mich auf Infos aus dem Filmroman ROTJ) wusste Vader nichts von der Schwangerschaft, als sie ihn verließ und sie war dann noch eine unbestimmte Zeit mit den Kids auf Achse, bis sie starb (siehe Leias Erinnerungen). Deswegen war er vom Abkömmling des Skywalker dann auch überrascht. Ging natürlich mit Episode III nicht ohne Weiteres, weil er von der Schwangerschaft erfuhr und somit die Zeit, in der Padmé sterben musste, biologisch vorgegeben war (nämlich zwingend vor der Geburt, wenn Vader denken sollte, dass das Kind nicht existiert, von Zwillingen wusste er ja eh nix). Nur, ob man einen Epilog auf Tatooine ein paar Tage oder Wochen nach ihrem Tod erzählt, wo Ben Luke übergibt, oder ob man drei, vier Jahre in der Zukunft sieht, wie Padmé in ihrem Versteck stirbt - hätte kaum einen Unterschied für Episode III gemacht. Für die Auswirkungen auf die OT aber eben schon.

Auch wenn es Dich stören mag, aber bei einem solch komplexen Gebilde wie Star Wars gibt es selten "einfache" und direkte Antworten. Schon gar nicht bei einem kontroversen Vorgang wie diesem.

Aber das ist ja wohl auch nicht schlimm - immerhin sorgt es für lebhafte Diskussionen. Ein "es ist alles gesagt", gibt es viel zu oft bei einigen Themen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Mo, 09. Mär 2015, 22:12 
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@Zentraldenker: Ehrlich? Den ersten Teil deiner Antwort weiß ich doch. Da pflichte ich dir doch in vieler Hinsicht bei. Du kennst es doch sicherlich, das man etwas im Kopf hat, es für sich selbst immer wieder durch geht und dann doch mal den einen oder anderen Aspekt von "Gleichgesinnten" oder "Menschen, die dem gleichen Hobby frönen", haben möchte. Und dann stellt man diese Fragen. Für meinen Teil habe ich das erfahren was ich wollte. :wink:

Der zweite Teil ist für mich der Interessantere von Beiden. Das ist für mich der Teil, der sich mit dem eigentlichen Thema beschäftigt und der meinen Horizont erweitert. Ich kenne Leias Erinnerungen nicht. (Anscheinend ist der Nachholbedarf bei mir recht groß). Ich störe mich auch nicht an der Diskussion an sich. Nur halt diese draufgeprügel auf die Episoden, da ich den dritten Teil als durchaus gelungen empfinde. Der Erste geht, der zweite ist Murks. Sie hätte man aus meiner Sicht auch anders gestalten können. Ohne wenn und aber. Vieles wirkt einfach nicht wie die Story IV, V und VI. Und ja, das komplexe Gebilde muss man mit einbeziehen. Hast du diesmal auch getan. Hätte ich nicht gefragt, oder angemerkt, hätte ich von "Leias Erinnerungen" nichts erfahren, die ich aber nun suchen werde. Auch einige andere Gedankengänge die ich vielleicht nicht so sehe, aber vorher auch so nicht gesehen habe, erweitern meinen Erfahrungsschatz. Und nur darum geht es mir.

Danke dir, für die Ausführlichkeit... :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Di, 10. Mär 2015, 02:56 
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Leias Erinnerung wird (wenn auch nur in einem beiläufigen Satz) in Episode VI auch im Film erwähnt. Der Roman ging da halt noch etwas tiefer. Wichtig daran war, dass Leia Erinnerungen an eine schöne, aber traurige Mutter hatte. Viel mehr war es nicht. Aber dieser Satz entbehrt seit Episode III nun mal inzwischen jeglicher Grundlage. Dass man das in den Diskussionen hier vielleicht nicht immer alles von A-Z rekapituliert, liegt halt auch daran, dass solche und ähnliche Debatten schon vor Jahren geführt wurden (vor allem im alten Forum). Aber dann würde auch jeder Thread ins Unendliche ausarten.

Im Übrigen hab ich mit Episode III (wie auch mit der gesamten PT) gar kein grundsätzliches Problem. Darin unterscheide ich mich möglicherweise von einigen anderen. Für mich ist insgesamt Episode VI der schwächste Teil, aber das will ich hier jetzt gar nicht weiter aufwärmen - dazu hab ich mich schon oft genug geäußert und das kann man in entsprechenden Threads verfolgen. Sonst wird's hier nämlich wirklich noch Off Topic.

Mich stören auch viele Dinge an Episode I und II nicht halb so sehr wie andere Kritiker, denn ich finde Jar Jar z.B. lange nicht so bescheuert wie die Ewoks. Und der generell oft bemängelte Slapstick-Humor fand auch in den alten Filmen statt, wenn man genau hinsieht. An Episode III stört mich halt dieser Zeitdruck-Faktor mit der "Tötet-Padme-solange-sie-schwanger-ist"-Notwendigkeit und überhaupt das Durchgehetze an Stellen, die einen tieferen Blick hätten gebrauchen können. Und vor allem sind einige der geschnittenen Szenen (Senatoren, die über Rebellion sprechen z.B.) solche gewesen, die das Ganze abgerundet hätten. Da wird dann mit Zeitdruck argumentiert und dass die Story nicht vorankommt, aber sowas wie das Podrennen oder der ganze Schwachsinn bei Jabba wird sogar noch mit Extra-Länge belohnt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Di, 10. Mär 2015, 11:20 
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Eddi22 hat geschrieben:
Du kennst es doch sicherlich, das man etwas im Kopf hat, es für sich selbst immer wieder durch geht und dann doch mal den einen oder anderen Aspekt von "Gleichgesinnten" oder "Menschen, die dem gleichen Hobby frönen", haben möchte. Und dann stellt man diese Fragen.

Ja, das kenn ich gut - aus der OT und der Anfangsphase des EU. Gerade bei letzterem war ich dann aber irgendwann desillusioniert, weils auf viele Fragen einfach keine Antworten gab... und zwar deshalb nicht, weil viele Autoren ihre Stories selber nicht richtig durchdacht hatten und das zentrale Kontroll-Organ (die Kontinuitätsabteilung bei Lucasfilm) nicht annähernd ihrem Anspruch gerecht wurde.
Und bei der PT ist es eben leider ähnlich. Ich verstehe deinen Frust ja in gewisser Hinsicht, wenn auf Fragen zur PT oft von mir nur so etwas wie "macht eh alles wenig Sinn" kommt. Klar mag das platt und pauschalisierend wirken, ist aber nunmal leider so. Sich Gedanken über einzelne Detailaspekte einer Story zu machen, macht ja nur dann Sinn, wenn die Story als Ganzes auch schlüssig ist. Ich reg mich bei einer kompletten Bruchbude ja auch nicht auf, wenn ein Nagel nicht korrekt eingeschlagen ist oder ein Bild schief hängt.
In diesem Fall mal ganz konkret:
Wenn Palpatine für Padmes Tod verantwortlich sein soll, welche Motivation sollte er dafür haben? Zumal zu diesem Zeitpunkt, da Anakin ja eh schon gewonnen ist - und zwar in solchem Maße, dass der Padme selbst schon zu töten versucht hat. Ich stimme her Zentraldenker also (ausnahmsweise) nicht zu, dass Palpi an diesem Punkt in der Story noch viel durch Padmes Tod gewänne. Es ist einfach nur egal.
Jetzt kommt aber wieder das globale Bild ins Spiel: Irgendwann kommt nämlich der Punkt, wo einem auffallen muss, dass Padme generell für die Story ziemlich egal ist. Es wird zwar immer wieder gesagt, was sie für einen starken Charakter und Willen besitzt, ihre Handlungen stehen dem aber entgegen. Letztlich nutzen andere sie nur für ihre Zwecke. Ihre Relevanz für die Gesamthandlung ist, wenn man es mal nüchtern betrachtet, nicht viel größer als die von Jar Jar Binks. Darüber hinaus sind ihre eigenen Motivationen völlig unklar, denn ständig tut und sagt sie Dinge, die ihren Handlungen und Aussagen von vor 5 Minuten direkt widersprechen, nur weil das Drehbuch es eben so verlangt. Confused Matthew bezeichnet sie in seinen Reviews einmal - drastisch aber durchaus treffend - als "walking plot convenience". Wir haben hier also unterm Strich einen Charakter, der wenig Farbe hat und wenig Sinn macht. Am Ende stirbt der. Das ist mir so schnurz wie wenn in China ein Sack Reis umkippt, wenn der Charakter niemals auch nur ansatzweise interessant oder wichtig war. Er ist es auch für Palpatine nicht (mehr). Also wenn jemand etwas in diesen Tod hineingeheimnissen will, frag ich: Warum?
Da gibt es für mich einfach kein Geheimnis. Es ist eben mal wieder "plot convenient". Klar macht es wenig Sinn, wenn Padme an diesem Punkt in der Story plötzlich verzweifelt und an gebrochenem Herzen stirbt, das schon. Aber all ihre bisherigen Handlungen waren ganz ähnlich sinnlos, also fällt diese nicht aus dem Rahmen. Wieso soll ich anfangen, bei einem Charakter, der sich über die gesamte Länge einer Filmtrilogie seltsam verhält, mich bei den letzten 5 Minuten über dieses Verhalten zu wundern und was weiß ich was für hanebüchene Erklärungen dafür zu finden? Das zäumt das Pferd von hinten auf.

Eddi22 hat geschrieben:
Nur halt diese draufgeprügel auf die Episoden, da ich den dritten Teil als durchaus gelungen empfinde.

Naja, es tut mir Leid wenn ich dir Dinge madig machen musst die die gut findest, aber in meinen Augen sind sie es halt nicht. Und ich verwahre mich doch gegen den Ausdruck "Draufgeprügel", immerhin versuche ich immer, meine Meinung auch zu begründen. Wenns beim ersten Mal nicht gelingt, gerne auch mehrmals.

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Di, 10. Mär 2015, 18:58 
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@Tempest: hm, naja das draufprügeln war eben immer die Negativhandlung, die ich empfand. Wortwahl sicherlich nicht ganz treffend, doch was anderes hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht im Kopf. Die letzten Posts von dir und Zentraldenker sind schon mehr für mich, als ich es mir vorgestellt habe. Nicht das ich blind, dumm und taub bin, nein, weil mich ein Film aus vielerlei Hinsicht fasziniert. Logik in Ehren, da habt ihr sicherlich mehr Erfahrung, doch ich schau die Filme eben noch einmal und im Grunde muss ich dir recht geben, dass Padmé da hätten sein können oder nicht. :wink: Für die Story hätte man aus heutiger Sicht noch anderes machen können, aber egal. Ich freu mich auf das was jetzt kommt... :D

Im Grunde ist es wie mit einem Schüler der Abitur macht und einem Schüler, der in die 5te Klasse kommt und erste Funktionen in der Mathematik bekommt. Der Abiturschüler soll es ihm erklären. Da er viel mehr Erfahrungen hat, wird er vieles voraus setzen. So sehe ich es derzeit bei euch und mir. Ihr habt ein breiteres Bild von der Materie und ich seh halt die kleinen für euch unwichtig gewordenen Dinge. Manchmal seht ihr halt vieles in einem so großen Umfeld, da kann man halt nicht so schnell folgen und man vermutet Negatives zu dem, was man eigentlich als Faszination sieht...

Macht aber nichts, ich hab zehn Finger und kann schreiben und es kritisieren oder für gut heißen... :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Di, 10. Mär 2015, 20:14 
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Naja, es ist ja nicht automatisch alles richtig, was wir von uns geben, nur weil wir seit fast vierzig Jahren Star Wars gucken - ebenso ist nicht alles richtig, was jemand von sich gibt, der neue und frische Ideen hat. Vieles ist und bleibt Interpretationssache - und das ist auch gut so. Anderes ist eine Frage der Argumentation - und dafür diskutieren wir hier ja nun mal unter anderem. Ich für meinen Teil halte das auch für einen Beleg dafür, dass einen die Saga nach wie vor fasziniert. Würde sie das nicht tun, wäre mir das alles ziemlich banane. Aber die Fazination muss für mich eben auch mit einem stimmigen Gesamtbild einhergehen. Das war aber auch nicht anders, als ich noch ein "Frischling" als Fan war. Da haben mich blöde Stories in den Comics auch schon gestört.

Für eines allerdings wurde Padmé definitiv gebraucht - als Gebärmaschine für die Zwillinge - das wäre aber auch im Vorbeigehen möglich gewesen lol.

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 Betreff des Beitrags: Re: Padmés "gebrochenes Herz"
BeitragVerfasst: Mi, 11. Mär 2015, 10:32 
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Eddi22 hat geschrieben:
Im Grunde ist es wie mit einem Schüler der Abitur macht und einem Schüler, der in die 5te Klasse kommt und erste Funktionen in der Mathematik bekommt. Der Abiturschüler soll es ihm erklären. Da er viel mehr Erfahrungen hat, wird er vieles voraus setzen. So sehe ich es derzeit bei euch und mir. Ihr habt ein breiteres Bild von der Materie und ich seh halt die kleinen für euch unwichtig gewordenen Dinge. Manchmal seht ihr halt vieles in einem so großen Umfeld, da kann man halt nicht so schnell folgen und man vermutet Negatives zu dem, was man eigentlich als Faszination sieht...

Wie Zentraldenker schon sagte, würde ich es so eigentlich nicht sehen. Vielleicht beschäftigen wie uns schon ein oder zwei Jährchen länger mit der Materie, deshalb müssen wir aber nicht unbedingt den größeren Durchblick haben (auch wenn ich das natürlich gern annehmen möchte *g*).
Viel ist eben auch spekulativ und hat eher weniger mit Fakten zu tun, die man studieren könnte (dafür war der Startbeitrag dieses Threads übrigens ein Paradebeispiel - jemand verkauft etwas als bahnbrechende neue Erkenntnis, was er sich komplett aus den Fingern gesogen hat - so sieht Expertentum nicht aus).
Ganz im Gegenteil gibts ja gerade in der PT so manche Logik-Lücke, die zu erkennen komplett nichts mit SW zu tun hat und über die man trotzdem einfach stolpern muss - jedenfalls meiner Meinung nach. Das hat dann nix mit Vorwissen zu tun, sondern nur mit gesundem Menschenverstand. Wenn Leute das nicht sehen, nur weil sie 'ne Fan-Brille aufhaben, nervt mich das bisweilen.
Wie es mich halt auch gelegentlich nervt - und hier kommt eben wirklich die langjährige Erfahrung ins Spiel - wenn wieder Dinge diskutiert werden, die ich schon zehnmal diskutiert habe. Dann reagiere ich manchmal in der Tat zu unwirsch, obwohl der Betreffende - in der Regel - nichts dafür kann.

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